Durch den Wechsel meines Sohnes auf eine weiterführende Schule mit einer Nachmittagsbetreuung kam mir die Idee einer Feuerwehr-AG bzw. den Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen.

Nach erfolgreicher Bewerbung an der Realschule Eisenberg/Pfalz begann ich am 22. August 2007 mit 20 Jugendlichen meine Arbeit als AG-Leiterin.

Erstes Ziel war die Teamfähigkeit der Kinder aus drei Klassenstufen (5., 6. und 7. Klasse) zu fördern. Dies war sehr schwierig, aufgrund der Altersspanne, der kulturellen Unterschiede und der nachmittäglichen Unkonzentriertheit.

Durch die persönliche Zusammenarbeit mit dem msbk Team (steht für: Motivation, Beratung, Schulung und Konzepte) und meiner 9-jährigen Erfahrung als Jugendleiterin in der eigenen Feuerwehr Rosenthal sind wir auf dem besten Weg eine Gruppendynamik herzustellen. Hierbei wurde unter anderem ein Ballspiel auf dem Schulhof gespielt. Die im Kreis stehenden Schüler sollten sich einen kleinen Ball zuwerfen, Augenkontakt herstellen und halten, den Namen der betreffenden Person aussprechen und zuspielen.

Die Theorie findet bei schlechtem Wetter im Klassenzimmer in gemütlicher Runde statt. Da die Praxis gefördert werden soll, nutzen wir jede trockene Stunde um auf dem Pausenhof Schnelligkeitswettbewerbe, das Aufrollen der Schläuche, Fahrzeugkunde, Absperrungen, Erste Hilfe und vorbeugender Brandschutz wird mit großer Begeisterung angenommen.

Ziel ist es Ende Januar 2008 die Jugendflamme 1 als Urkunde zu überreichen. Gleichzeitig wird angestrebt am Kreiszeltlager Donnersbergkreis in Kirchheim Bolanden den Bundeswettbewerb erfolgreich zu absolvieren.

Da die Teilnahme an diesem Wettbewerb an eine Mitgliedschaft in einer Jugendfeuerwehr gebunden ist, werden die interessierten Schüler vorübergehend in die Jugendfeuerwehr Rosenthal übernommen.

Durch das Ausstellen eines Jugendfeuerwehrausweises besteht für die Teilnehmer der Feuerwehr-AG die Möglichkeit in ihrer örtlichen Jugendfeuerwehr einzutreten und dort das erworbene Abzeichen zur Jugendflamme 1 und den Bundeswettbewerb nachzuweisen.

Da wir eine sehr kleine Wehr sind, haben wir leider nicht die Möglichkeit die Jugendlichen mit Jugendfeuerwehrkleidung auszustatten, so dass wir für praktische Übungen Helme und Handschuhe unserer Jugendfeuerwehr leihweise zu Verfügung stellen.

Ziel der AG ist es auch die Jugendlichen zur Teilnahme an einer gemeinnützigen Organisation, wie der Jugendfeuerwehr zu motivieren. Dies wird durch den erwähnten Jugendfeuerwehrausweis gefördert.

Meiner Meinung nach ist dies die erste Feuerwehr-AG die im Donnersbergkreis stattfindet.

Weitere Feuerwehr-AG an der Realschule plus

an der Neumayerschule, in Kirchheimbolanden seit Herbst 2013 

Erlernen den Umgang mit Feuerlöscher, löschen eines Mülleimerbrandes      Fettexplosion

Brandschutz Jung aus Kirchheimbolanden unterwies die Jugendlichen mit praktischen Übungen

Bilder:Angela Scholz

 

Gemeinsam mit der Wald AG wurde versucht ein Feuer zu entfachen wie damals in der Steinzeit,

mit Bratwurst grillen zum Abschluß

Bilder: Angela Scholz

Das Erlernen der Fwdv 10 (Leiter stellen)

Fahrzeug und Gerätekunde

Bilder Angela Scholz

Die Feuerwehr AG nahm bei der Abnahmedes Bundeswettbewerb mit teil und belegte den 3. Platz

Bilder: Angela Scholz

Was tun wir in der AG?

Bei kaltem Wetter sind wir im Klassenzimmer und pauken Theorie:

z.B.

Lernen das Funkalphabet

Besprechen Rettungsschilder im Wald

Experimentiern

Feuerwehrquiz

Brandklassen

Vorbeugender Brandschutz

Entwerfen Plakate

Erste Hilfe

Spiele

Aufgaben und Pflichten der Feuerwehr

Arbeitsweise der Feuerwehr

Gruppenverhalten - Teamarbeit

Bei trockenem Wetter sind wir fast immer draußen:

z.B.

Sport

Fahrzeug und Gerätekunde

Oel.-und Fettbrand

Wie geht man mit einer Löschdecke um

Schlauchkegeln

Schnelligkeitsspiele

Geschicklichkeitsspiele

FWDV 3

Saugleitungen kuppeln

Fahrzeug Absperrung

Rauchentwicklung

Brandschutzerziehung

Notruf absetzen

Hydrantenkunde

usw.

"Hurra, die Schule brennt"

Feuerwehr AG seit 2007

in der Realschule Eisenberg

seit 2010 Realschule Plus und IGS Eisenberg

In diesem Bericht möchte ich auch ehrlich zu mir selbst sein. Mir war es sehr wichtig, die Schule, die Lehrer und auch die Schüler kennen zu lernen, da ich nicht aus dieser Region stamme.

Ohne die Unterstützung (im Wechsel) von Simone Hock, Mathias Ziemann - meinen Stellvertretern in der Jugendfeuerwehr - sowie dem stellvertretenden Wehrführer Jan Strecker, Isabell Würtz - angehende Betreuerin der Jugendfeuerwehr - die in diesem Jahr die Realschule verlassen hat und Petra Felden, die sich ebenso wie ich aus Neugier und Interesse auf dieses für uns neue Gebiet eingelassen hat wäre die Realisierung der AG wesentlich schwieriger gewesen. Persönlich tat es mir sehr leid das ich fünf Mädchen abweisen musste, da die Personenbegrenzung von 20 Schülern sehr schnell erreicht war.

1.Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Donnersbergkreis

Angela Scholz