Der Donnersbergreis

Der Donnersbergkreis und der Kreisfeuerwehrverband Donnersberg, die Stadt Rockenhausen und Verbandsgemeinde waren Gastgeber der Landesverbandsversammlung 2009

Am 10.10.2009 fand in Rockenhausen die Verbandsverdammlung des rheinland-pfälzischen Landesfeuerwehrverbandes statt.

Der Landkreis erhielt seinen Namen nach dem höchsten Berg der Pfalz, dem 687 Meter hohen Donnersberg im Nordpfälzer Bergland. Im Süden hat der Landkreis Anteil am Pfälzer Wald, im Osten am Weinbaugebiet Pfalz. Von Süd nach Nord durchquert den Donnersbergkreis die Alsenz, ein Fluss, der bei Bad Münster am Stein in die Nahe mündet.

Der Landkreis wurde 1969 weitestgehend durch die Zusammenlegung der beiden vorherigen Kreise Kirchheimbolanden und Rockenhausen gebildet. Die beiden Kreise waren 1939 aus den ehemaligen bayerischen Bezirksämtern hervorgegangen, die 1909 geschaffen worden waren. Bis 1815 gehörten sie dem französischen Departement Donnersberg an.

Der Donnersberg ist mit 687 Metern der höchste Berg der Pfalz. Der Berg liegt im nordpfälzer Bergland zwischen Rockenhausen und Kirchheimbolanden. Seine höchste Erhebung ist der Königsstuhl.

Donnersbergkreis

Der Donnersberg

Die Geschichte des Donnersbergs ist geprägt durch die Kelten- und Germanenzeit. Auf dem Donnersberg befinden sich die Reste eines keltischen Ringwalles, der mit 8,5 km Länge einer der größten nördlich der Alpen war. Der Keltenwall wurde etwa 150 v.Chr. errichtet. Ein kleines Teilstück wurde rekonstruiert.

Im 7. und 8. Jahrhundert siedelten germanische Völker auf dem Donnersberg. Vermutlich stammt auch sein heutiger Name daher, da der germanische Wettergott „Donar“ genannt wurde.

Im Mittelalter umgaben die fünf Burgen Tannenfels, Wildenstein, Hohenfels, Falkenstein und Ruppertsecken den Donnersberg, was auch seine strategische Bedeutung in dieser Zeit widerspiegelt und heute zum Teil auch beliebte Ausflugsziele sind. Anfang des 19. Jahrhunderts kauft der bayerische Staat das gesamt Areal und ließ es aufforsten.

Die Stadt Rockenhausen

Rockenhausen erhielt 1332 das Stadtrecht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es – wie fast alle Gemeinden der Region – fast völlig zerstört. 1900 wurde die Stadt Bezirkshauptstadt in der bayerischen Pfalz. Der Bezirk ging mit Gründung des Landes Rheinland-Pfalz im Landkreis Rockenhausen auf. 1969 wurde der Landkreis mit dem Landkreis Kirchheimbolanden zum heutigen Donnersbergkreis vereint.

Die Donnersberghalle, die neben einer Mehrzweckhalle auch eine Kegelbahn beinhaltet, ist das kulturelle und sportliche Zentrum von Rockenhausen und seiner Umgebung.

Ein weiteres Highlight ist das Museum für Zeit. Hier werden Uhren, Großuhren, Demonstration der Mechanik, Sanduhren, Sonnenuhren und astronomische Uhren gezeigt. Es zeigt die kulturgeschichtliche Entwicklung der Zeitmessung an mehr als 30 ausgewählten Großuhren und beherbergt eine der bedeutendsten und größten Turmuhrensammlungen Europas. Es befindet sich am Schloss in Rockenhausen.

Eine der Bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt Rockenhausen ist wohl die Sängerin Joy Fleming, die 1944 dort geboren wurde.

Größter Arbeitgeber im Ort ist die Keiper GmbH & Co. KG, die Metallkomponenten und -strukturen für Fahrzeugsitze herstellt. Die ReMa Fertigungstechnik GmbH betreibt Anlagenbau, Sondermaschinenbau, Serien- und Einzelfertigung. Das Unternehmen Vetter GmbH ist ein namhafter Hersteller für Kunststoff-Spritzgusswerkzeuge, sowie die Produktion von Spritzgussartikeln.

Feuerwehrwesen

Im Donnersbergkreis gibt es 6 Verbandsgemeinden. In jeder davon gibt es eine Stützpunktwehr, diese sind in Alsenz, Eisenberg, Göllheim, Kirchheimbolanden, Rockenhausen und Winnweiler. Ebenso gibt es eine Werkfeuerwehr bei der Firma Keiper GmbH & Co. KG in Rockenhausen.

Insgesamt sind im Donnersbergkreis 1853 Feuerwehrangehörige zu verzeichnen, davon sind 7,9% weibliche Feuerwehrmitglieder.

Auch in der Jugenarbeit ist der Donnersbergkreis stark vertreten. Es gibt 37 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 487 Mitgliedern und 8 Bambini-Gruppen mit steigender Zahl, die durch den Kreisfeuerwehrverband gefördert werden.

Verbandsgemeinden

Die Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel setzt sich aus 16 Ortschaften mit insgesamt 7238 Einwohnern zusammen. Sehenswert ist die Moschellandsburg mit dem jährlichen Mittelaltermarkt in Obermoschel, das Alsenzer Museum für Heimatgeschichte und das Weinanbaugebiet rund um die Verbandsgemeinde.

Die kleinste Verbandsgemeinde ist Eisenberg mit seinen 3 Gemeinden. Allerdings gibt es hier 13717 Einwohner. Eisenberg ist bekannt für seine Eisenindustrie und Sand-, sowie Tonbergbau. Sehenswürdigkeiten sind der Eiswoog bei Ramsen und die Klosterruine Rosenthal.

Insgesamt 13 Ortschaften gibt es in der Verbandsgemeinde Göllheim, in der es 12076 Einwohner gibt. Eine der Sehenswürdigkeiten ist der Warteturm in Albisheim, der durch unseren Ehrenvorsitzenden Hans-Walter Schally gehegt und gepflegt wird. Größter Arbeitgeber der Verbandsgemeinde ist die Dyckerhoff AG in Göllheim.

Die Verbandsgemeinde der heutigen Kreisstadt Kirchheimbolanden umfasst 16 Ortschaften mit 19587 Einwohnern. Größter Arbeitgeber ist der Turboladerhersteller BorgWarner in Kirchheimbolanden. Sehenswert sind die Mozart-Orgel und das Schloss in Kirchheimbolanden. Für Kuchenliebhaber wird das Cafe „Anno dazumal“ in Dannenfels empfohlen.

Die meisten Ortschaften beinhaltet die Verbandsgemeinde Rockenhausen mit 20 Gemeinden. Die Einwohnerzahl beträgt 11625. Sehenswert ist das Schloss Rockenhausen, verschiedene ortsansässige Museen, sowie das höchste Dorf der Pfalz, Ruppertsecken.

In der Verbandsgemeinde Winnweiler gibt es 13634 Einwohner. Diese verteilen sich auf 13 Ortschaften. Größter Arbeitgeber in der Verbandsgemeinde ist die Brauerei Bischoff in Winnweiler. Sehenswürdig ist das Keltendorf in Steinbach und die Mittelalterliche Burgruine in Falkenstein.

Natürlich sind die aufgeführten Sehenswürdigkeiten nur eine kleine Auswahl aus unserem Landkreis. Um alles zu sehen, besuchen Sie den Donnersbergkreis!

     Burg Falkenstein

Kreisfeuerwehrverband

Der Donnersberg – oder der „Monte Donneure“ - wie ihn unser Landesfeuerwehrinspekteur Hans Peter Plattner liebevoll nennt, ist der höchste Berg der Pfalz. Daher liegt es nahe, dass der Donnersberg als Namensgeber für unseren Kreisfeuerwehrverband steht.

Alle Verbandsgemeinden sind heute mit ihren Aktiven, Jugendfeuerwehren, Alterskameraden, Werkfeuerwehr und Fördervereinen im Kreisfeuerwehrverband Donnersbergkreis Mitglied. Hiermit ist der Verband mit ca. 3500 Personen vertreten.

Die Gründungsversammlung fand am 28.12.1981 im Bürgerhaus Dörnbach (VG Rockenhausen) mit 78 Gründungsmitgliedern statt. Es schlossen sich in kurzer Zeit weitere 850 Mitglieder an. Der langjährige, landesweit bekannte KFI Heinrich Rothley war "Gründungsvater"  des Verbandes und führte ihn acht Jahre als Vorsitzender. Der damalige stellvertretende Landesvorsitzende Ottmar Gensheimer und der Rechtsanwalt und langjährige Europaabgeordnete Willi Rothley waren Geburtshelfer und Wahlleiter zur Vorstandschaft.

Das Leistungsabzeichen und Geschicklichkeitsfahren stand noch in den Kinderschuhen und ist nach vielen zeitgemäßen Veränderungen heute noch ein Magnet der Verbandsarbeit. Unser Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Schäfer, der bereits über 25 Jahre in seinem Amt ist, unterstützt die Verbandsarbeit auch auf Landesebene tatkräftig. Über 1000 Feuerwehrangehörige haben seit dieser Zeit das Leistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze erreicht.

Zwanzig Jahre "kämpfte" Marianne Schäfer als "Referentin für Frauenarbeit des LFV" auf Kreis- Landes und Bundesebene für die Mitwirkung und Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen in den Feuerwehren. In verschiedenen Fachreferaten, z.B. bei der Erarbeitung der Leistungsabzeichen und des Geschicklichkeitsfahren, vertrat sie die Anliegen der Frauen und Mädchen in der Feuerwehr.

Im Wechsel von vier Jahren findet gemeinsam mit der Kreisverwaltung ein Kreisfeuerwehrtag statt.

Auch die Förderung der Alterskameradschaft ist ein Ziel des Kreisfeuerwehr- verbandes. Gut organisierte Veranstaltungen, sowie ein jährlicher Kameradschaftstag im August auf dem Schmalfelderhof ist – und bleibt – etwas besonderes. Die Alterskameradschaft ist mit 100 Mitgliedern im Kreisfeuerwehrverband vertreten.

Allen Teilnehmern wünschen wir eine gute Anreise zu dieser Veranstaltung und einen schönen Tag in Rockenhausen. Wir hoffen, Ihnen den Donnersbergkreis ein Stück näher gebracht zu haben.